Im Kern ihrer künstlerischen Arbeit strebt Jessica Sartor-d’Avigdor nach Transformation und Grenzenlosigkeit zwischen virtuellen, physischen und geistigen Sphären. Geboren 1979 im ländlichen Mittelhessen durfte sie schon in ihrer Kindheit eine große Liebe und Verbundenheit zur Natur erleben. Nach dem Studium der Kunsterziehung mit dem Schwerpunkt Pädagogische Kunsttherapie an der Justus-Liebig-Universität Gießen zog es sie dennoch in die Großstadt Berlin. Ein weiterbildendes Studium mit Abschluss Master of Arts an der Universität der Künste in London folgte, sowie eine Fachfortbildung in Psychosozialer Kunsttherapie am Institut für Kunst und Therapie Potsdam. In der Großstadt Berlin spürte sie in ihrem Atelier in der Malzfabrik in Videoperformances und interaktiven Multimedia-Installationen der krisenhaften Erfahrung von Selbst und Identität in einer durch Virtualisierung bestimmten Welt nach. Ihre Arbeiten wurden national und international ausgestellt (unter anderem in Athen, London, New Mexico, Berlin, München und Schweden). 2011 zog sie nach Süddeutschland, wo sie an einer Realschule und einem Gymnasium tätig war und ihre Liebe zu Pflanzen und daraus selbst hergestellten Farben entwickelte. Parallel zu ihrem künstlerischen Schaffen absolvierte sie eine Ausbildung zur Waldorflehrerin (Fachlehrerin Kunst) in München. Sie begab sich auf ihrem künstlerischen Weg folglich in die Grenzbereiche zwischen Virtualität und Naturerfahrung. Alle in ihren Gemälden verwendeten Farben stellt sie bis heute aus liebevoll gezüchteten Pflanzen her. Die daraus entstehenden Kunstwerke sind bildhafte Begegnungserfahrungen zwischen geistiger und physischer Welt. Diese transformiert und erweitert sie mit der Lichtkraft des Digitalen. An der Freien Waldorfschule Landsberg am Lech ist sie als Kunstlehrerin in der Oberstufe tätig, hat in der Nähe von Augsburg ein Zuhause gefunden und beschreibt es als großes Glück, die Frau eines wunderbaren Mannes und die Mutter von 2 bezaubernden Kindern sein zu dürfen.